Bergbahn Kitzbühel übt den Ernstfall
Am Samstag, den 24. Oktober 2009 absolvierte die Bergbahn Kitzbühel in einer großangelegten Gemeinschaftsübung mit Einsatzkräften der Bergrettung des Bezirks, Alpinpolizei, Freiwilligen Feuerwehr Kitzbühel, Lawinenkommission, Rotes Kreuz und der Gemeindeeinsatzleitung der Stadt Kitzbühel ein umfassende Bergeübung im Bereich der Kitzbüheler Hornbahnen Sektion I.
Ziel dieses Übungsfalles war die Vorbereitung der Teilnehmer auf unterschiedlichste Bergeszenarien und die wichtigen Handgriffe und Praktiken der Personenbergung unter hohem Zeitdruck zu perfektionieren.
Realistische Übungsannahme als Training für den Ernstfall
Um 10.20 Uhr ist es zu einem Bahnstillstand bei der 1. Sektion der Kitzbüheler Hornbahn gekommen. Grund des Stillstandes war ein umgestürzter Baum, der auf einer Seehöhe von 980 Meter ins Seil gefallen ist. Deshalb war es nicht möglich die Bahn mit Notantrieb leer zu fahren. Die Fahrgäste wurden laufend mittels Lautsprecherdurchsage informiert.
Im Rahmen der Übung wurden unter anderem Abseil- und Bergetechniken für die Evakuierung von Personen aus einer Seilbahnanlage für den Ernstfall trainiert. Der Einsatz des Notarzthubschraubers Christophorus 4 war durch die verbesserte Wettersituation ab 11:15 Uhr möglich. Insgesamt konnten die Einsatzkräfte 27 Personen aus den Kabinen bergen, zwei davon erlitten in der Übungsannahme leichte Verletzungen. Die Geborgenen wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.
Schnell und professionell Handeln
Gerade bei der Evakuierung von Personen ist wichtig, dass die involvierten Einsatzkräfte und Akteure perfekt zusammenarbeiten und sich gegenseitig vertrauen können. Daher sind praktische Bergeübungen unabdingbar, um im Ernstfall erstens schnell und zweitens professionell handeln zu können. Die Bergbahn Kitzbühel bespielt jährlich die unterschiedlichsten Bergeszenarien in den jeweiligen Betriebsleitungen von Pengelstein bis Resterhöhe, um solcherarts wertvollste Erfahrungswerte für den Ernstfall zu sammeln!
Info-Box:
Die erste Sektion der Hornbahn wurde 1991 neu errichtet.
Die 6er-Einseil-Umlaufbahn hat eine Kapazität von 1.600 Personen pro Stunde und überwindet einen Höhenunterschied von 500 Metern.
Die letzten Revisionsarbeiten an der Bahn wurden vorschriftsmäßig im Frühjahr 2009 durchgeführt.